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Die Zecke ... das gefährlichste Tier in Deutschland ...

Zecken sind bereits aktiv

Ein warmer Winter und ein zu mildes Frühjahr wirbeln die gesamte Natur durcheinander. Mit durchaus unangenehmen Folgen: Das Robert-Koch-Institut hat in diesem Jahr bereits fünf Fälle von  Hirnhautentzündung bei Menschen erfasst und das, obwohl so früh im Jahr Zecken, die die Krankheit mit Hilfe von Viren übertragen, eigentlich noch Winterruhe halten müssten. Wissenschaftler jedenfalls schlagen Alarm: Die kleinen Blutsauger die üblicherweise zwischen November und Februar inaktiv sein müssten, sind nun ofensichtlich vermehrt das ganze Jahr aktiv.

Zwar ist noch nicht sicher, ob wir in diesem Jahr mit einer Zeckenplage rechnen müssen. Wenn das Frühjahr heiß und trocken ausfällt, dann könnte das die Ausbreitung von Zecken einschränken. Doch andererseits ist Vorsicht geboten, denn die Statistik zählt immer mehr Menschen, die durch einen Zeckenbiss an einer Hirnhautentzündung erkranken. Im vergangenen Jahr waren es 420. Zum Vergleich: 2012 waren es gerade einmal 195.

Zecken sind nicht nur für Menschen gefährlich, sondern auch für Hunde und freilaufende Katzen. Vergessen Sie daher nicht, ihrem Liebling ein Zeckenhalsband anzulegen. Selbstverständlich beraten wir Sie auch gerne, wie Sie sich und Ihr Haustier vor Zecken richtig schützen.

Viele Produkte zum Vorbeugen gegen Zecken und zur Bekämpfung der Plagegeister finden Sie in unserem Shop.

 

 

Das gefährlichste Tier in Deutschland hält kaum noch Winterruhe

Zecken sind die gefährlichsten Tiere, die es in Deutschland gibt. Zu diesem Schluss kommt Ute Mackenstedt, Parasitologin von der Uni Hohenheim. „Es gibt kaum vergleichbare Organismen, die so viele Parasiten und Erreger übertragen können“, wird die Wissenschaftlerin auf der Webseite der Stadt Berlin zitiert. Und die Gefahr wird laut der Wissenschaftlerin zunehmend größer: „Die Statistik zeigt, dass die FSME-Gefahr kontinuierlich steigt.“ Neueste Untersuchungen gehen davon aus, dass zwei Prozent aller Zecken mit dem FSME-Virus infiziert sind. Hochgerechnet bedeutet dies, dass die Gefahr, nach einem Zeckenbiss an FSME zu erkranken, bei 1 zu 50 bis 1 zu 150 liegt.

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine Erkrankung, die von Viren ausgelöst wird. Die Anzahl der Menschen, die an so einer Hirnhautentzündung erkranken, nimmt beständig zu. Im vergangenen Jahr zählte die Statistik genau 420 Fälle. So viele wie bisher noch nie. Zum Vergleich: 2012 waren es noch 195 Fälle. Und 2014 könnte es einen neuen traurigen Rekord geben. Erste Zahlen lassen Schlimmes befürchten. Das Robert-Koch-Institut hat bereits jetzt fünf Fälle erfasst und das, obwohl zu dieser Zeit Zecken, die die Krankheit übertragen, eigentlich noch Winterruhe hätten halten müssen. Insgesamt können die kleinen Blutsauger übrigens 50 Krankheiten übertragen.

Bei einer Hirnhautentzündung kann es zu Fieber, Kopfschmerzen Lähmungserscheinungen, Störungen der Koordination, des Sprachvermögens und des Bewusstseins sowie zu epileptischen Anfällen und Sehstörungen kommen. Bei einem Prozent der Betroffenen ist die Krankheit tödlich. Zur Vorbeugung gibt es Schutz-Impfungen. Bei einer Borreliose (eine ebenfalls von Zecken übertragene Bakterien-Infektion) ist die sofortige Einnahme von Antibiotika gefordert. In Deutschland gibt es jährlich ungefähr 100.000 Fälle.

Der warme Winter und der ausgesprochen milde Frühjahrsbeginn haben dazu geführt, dass Zecken selbst in der eigentlich kalten Jahreszeit aktiv sind. Diese Warnung haben Forscher im Vorfeld des 2. Süddeutschen Zeckenkongresses an der Universität Hohenheim ausgegeben. Sie berufen sich auf Beobachtungen von Zeckenstationen aus ganz Deutschland. Verantwortlich für diese Veränderung wird meist der Klimawandel gemacht.

 

Deshalb beachten Sie bitte: Helle und geschlossene Kleidung schützt am sichersten vor Zeckenbissen. Nach einem Ausflug in die Natur sollten Sie prüfen, ob Sie sich eines der Tierchen eingefangen haben. Wenn das so ist, dann sollte die Zecke möglichst schnell entfernt werden – am besten mit einer Pinzette oder Zeckenschlinge. Wenn Sie wissen wollen, wie Sie sich noch vor Zecken schützen können und was Sie bei einem Zeckenbiss sonst noch beachten müssen, dann fragen Sie uns. Wir beraten Sie gerne.

... und was bekommt Ihr Hund zu Weihnachten?
Ein kleines Rezept von Tierapotheker, das man naschen kann.

Unser Tipp für die Adventszeit


Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit! Doch für Hunde ist das winterliche Gebäck nicht geeignet. Deshalb sollten Herrchen und Frauchen selbst dann hart bleiben, wenn zwei traurige Augen um ein kleines Plätzchen oder eine Praline betteln. Wer sich diese Standhaftigkeit nicht zutraut, für den gibt es einen Ausweg. Backen Sie einfach spezielle Winter-Hundeplätzchen. Das Rezept ist ganz einfach.



Zutaten:
250 Milliliter Wasser
200g Weizenmehl (am besten Vollkorn)
200g gemahlene Haferflocken
100g Reismehl
2 kleine Becher Naturjoghurt
2 Esslöffel Ahornsirup
1 Teelöffel Kardamom
1 Teelöffel Zimt

Zubereitung:
Zutaten vermengen und zu einem Teig kneten.Teigmasse in Folie einpacken und ca. 1/2 Stunde in den Kühlschrank stellen. Backofen auf ca. 200 Grad vorheizen (bei Umluftherden etwas weniger). Teig ausrollen, Plätzchen ausstechen und auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Die Backzeit beträgt 10 bis 15 Minuten. Danach Backofentemperatur auf 50 Grad reduzieren und die Plätzchen bei leicht geöffneter Backofentür eine halbe Stunde trocknen lassen. Dadurch wird das Gebäck schön knusprig und bereitet Hunden mehr Spaß.

Böller: ein tierischer Spaß, doch nicht für jede Kreatur
Wie Sie Ihr Tier auf Weihnachten und Silvester vorbereiten können

 

Von Nikolaus bis Neujahr ist alles andere als eine stille Jahreszeit. Wenn überall Lichter funkeln, die Weihnachtsmärkte locken und aus jedem Geschäft besinnliches Liedgut zirpt, dann sind zumindest die Tiere irritiert. Wenn später dann die Knaller bersten und zum Jahreswechsel die Raketen steigen, dann geraten viele Hunde und Katzen endgültig in Panik: Hunde müssen zum Gassigehen gezwungen werden, Katzen wollen nicht mehr fressen und verstecken sich nur. Darauf sollten Sie vorbereitet sein.

Knallfrösche, China-Böller, Lady-Kracher, Heuler und Kanonenschläge – was vielen Menschen rund um Silvester einen geradezu tierischen Spaß bereitet, ist für viele Haustiere ein wahrer Alptraum. Wenn es kracht und zischt und pfeift, ist Böllerpanik angesagt. Darunter leiden nicht nur Hunde, Katzen und Vögel, sondern auch Herrchen und Frauchen. 

Grundsätzlich sollten in Räumen, in denen sich Tiere befinden, Fenster und Türen geschlossen bleiben, Rollläden – falls vorhanden – geschlossen sein. Im Raum hilft ein wenig Musik oder ein laufender Fernseher wirkt wahre Wunder, denn das sind bekannte Geräuschkulissen. Vogelkäfige sollten mit einem Tuch abgedeckt sein, ebenso wie Nager-Ställe. Tiere in Außenställen wie z.B. Kaninchen und Meerschweinchen sollten „zwischen den Jahren“ ins Haus geholt werden und bis Neujahr dort bleiben. Die Außengehege sollten so präpariert sein, dass herumfliegende Raketen kein Stroh entzünden können. Wenn es eine Futterecke gibt, in denen Stroh und Heu lagert, ist auch dieses zu sichern. Am besten auch einen Feuerlöscher in der Nähe bereit halten. Hundehalter sollten beim Gassigehen Orte meiden, an denen erfahrungsgemäß viel geknallt wird. Während des wildesten Trubels sollte das Haus oder die Wohnung möglichst nicht verlassen werden.

Wenn Sie mit Ihrem Tier draußen sind, und es kracht, zischt oder knallt, dann bleiben Sie bitte ganz cool, denn das vermittelt Ihrem Tier die nötige Sicherheit. Meiden Sie Orte und Uhrzeiten, an denen das Feuerwerk am stärksten ist – in der Silvester-Dämmerung, um Mitternacht und am Neujahrsmorgen. Lassen Sie sich auf keinen Fall etwas anmerken und vor allem bemitleiden Sie Ihr Tier nicht auch noch. Denn das lenkt die Konzentration auf den nächsten Böller…
Behaupten Sie sich als Rudelführer, dann fühlt Ihr Hund sich bei Ihnen sicher. Lenken Sie Ihr Tier von der Knallerei ab. Genau dann ist beim Hund eine kleine Gehorsamsübung gefragt. Volle Konzentration auf Herrchen oder Frauchen. Und die darauf folgende Belohnung lässt Ihren Hund die Böllerei ganz bestimmt eine Weile völlig vergessen.

Achten Sie jedoch konsequent darauf, dass Ihr Tier niemals direkt mit Feuerwerkskörpern in Berührung kommen kann. Deshalb: knallen Sie niemals im Beisein Ihres Tieres, meiden Sie Menschenansammlungen, und umgehen Sie Knallfrösche so weiträumig wie möglich. Denn die Angst, die Ihr Tier durch unmittelbaren „Beschuss“ durchleiden muss, die vergisst es nie mehr. Dann werden die kommenden Silvester für Sie und Ihr Tier zur Tortur.

Wenn Sie wissen, dass Ihr Tier panisch auf Feuerwerk reagiert, dann kommen Sie bitte rechtzeitig vorher zu uns. Eventuell können wir die Zeit, in der es am schlimmsten ist, mit einem Beruhigungsmittel lindern.

(Abdruck mit frl. Genehmigung von Tierarztpraxis Dr. Renate Lorenz)


Heiße Sommertage …

… machen Laune bei Mensch und Tier. Doch damit alle die schöne Jahreszeit unbeschwert genießen können, sollten ein paar Regeln beherzigt werden. Die erste ist eigentlich ganz einfach, fällt aber dennoch manchmal schwer: Trinken, trinken, trinken. Gerade jetzt, wenn die Temperaturen nach oben schnellen, sollten Mensch und Tier immer genügend Flüssigkeit aufnehmen, um die heißen Tage gesund überstehen zu können.

Neue Zeckenarten in Deutschland

In den vergangenen Jahren hat sich an der „Zeckenfront“ einiges getan: Der bekannte Holzbock hat Verstärkung erhalten. Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) und die aus dem Mittelmeerraum stammende Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) haben sich in Deutschland etabliert. Da sich Letztere gerne in Häusern und Wohnungen vermehrt, sollten Tierbesitzer überlegen, ein Umgebungsspray vorrätig zu halten. Ansonsten gibt es zahlreiche Mittel um Hunde und Katzen vor diesen Quälgeistern, die gefährliche Krankheiten übertragen können, zu schützen.  

Schatten suchen

Tiere, die sich im oft im Freien aufhalten, sollten schattige Rückzugsräume haben. Auch bei Spaziergängen sollte man darauf achten, dass es viele schattige Streckenabschnitte gibt. Darüber hinaus können Hunde an empfindlichen Stellen (z. B. Ohren und Schnauze) mit Sonnencreme geschützt werden. Vor einem Scheren langhaariger Hunde wird übrigens abgeraten, weil so die Gefahr eines Sonnenbrandes vergrößert wird. Der Bundesverband für Tiergesundheit  empfiehlt stattdessen, die Unterwolle auszudünnen.

Vorbereitung für den Urlaub

Wer sein Tier (Hund, Katze, Frettchen)  mit auf eine Urlaubsreise in ein Land der Europäischen Union nimmt, muss beachten, dass mittlerweile ein implantierter Mikrochip (EU-Heimtierausweis) Pflicht ist. Das Implantat soll die Identifizierung vereinfachen. Ein Tierarzt kann diesen Transponder schmerzfrei unter der Haut einsetzen.